Allgemeine Zeitung vom 28.10.2017 – Rennen für den guten Zweck

Artikel in Allgemeine Zeitung Landskrone vom 28.10 2017 – von Ulrich Gerecke:

Ren­nen für den gu­ten Zweck
OP­PEN RUN Be­ne­fiz­ver­an­stal­tung zu­guns­ten an Krebs er­krank­ter Kin­der fin­det im kom­men­den Jahr ih­re Fort­set­zung

OP­PEN­HEIM . Es war ei­ne der über­ra­schend­sten Er­folgs­sto­rys im Jahr 2016 in Op­pen­heim. Ein klei­nes Te­am rauft sich zu­sam­men, stampft aus dem Nichts ein hüb­sches Lau­fe­vent aus dem Bo­den und zieht das gan­ze wer­be­tech­nisch höchst pro­fes­sio­nell auf. Am En­de darf sich ein gu­ter Zweck über stol­ze 55 000 Eu­ro freu­en – so et­was gibt es in der Tat sel­ten.

Die Re­de ist vom „Op­pen Run“, je­nem Be­ne­fiz­lauf am 19. Ju­ni 2016, bei dem rund 720 Sport­ler für den Main­zer För­der­ver­ein Tu­mor- und Leuk­ämie­kran­ke Kin­der schwit­zend durchs Wäld­chen stam­pften. „Wir wa­ren selbst über­rascht und be­geis­tert, wie po­si­tiv das ein­ge­schla­gen hat“, er­in­nert sich Ale­xan­der Kuhn gern an die­sen gol­de­nen Tag. Jetzt sind er, Pe­ter Kun­ze und ei­ne gro­ße Schar wei­te­rer Hel­fer wie­der flei­ßig am Werk­eln, um die zwei­te Auf­la­ge nach zwei Jah­ren Pau­se auf die Bei­ne zu stel­len. In die­sem Jahr war das Te­am mit dem Be­ne­fiz­spiel der Lot­to-Tra­di­ti­ons­elf voll aus­ge­la­stet, das am 16. Mai 6000 Eu­ro für ei­nen Klet­ter­par­cours im Op­pen­hei­mer Ju­gend­haus ein­brach­te.

Am 10. Ju­ni geht es auf die Fünf-Ki­lo­me­ter-Stre­cke

Nun al­so geht es am 10. Ju­ni kom­men­den Jah­res in die näch­ste Run­de, und dies­mal er­war­tet der FSV Op­pen­heim, in dem die Keim­zel­le des „Op­pen Run“ be­hei­ma­tet ist, über tau­send Teil­neh­mer aus der gan­zen Re­gi­on. „Es läuft schon wie­der rich­tig gut, ob­wohl wir noch ganz am An­fang der Wer­bung ste­hen“, be­rich­tet Kuhn.

„Wir ha­ben die Stre­cke noch ein­mal et­was an­ge­passt“, er­gänzt Pe­ter Kun­ze. „Dies­mal lau­fen wir di­rekt am Strand­bad vor­bei.“ Der Rund­kurs führt von der Land­skro­na­re­na über die Stra­ßen Im Herrn­wei­her, Baum­schul­weg, Gän­sau­weg und Am Stadt­bad über die Rheins­tra­ße durchs Wäld­chen zum Strand­bad. Von dort geht es in ei­ner gro­ßen Schlei­fe zum Flug­platz und zu­rück zum Aus­gang­spunkt. Ins­ge­samt fünf Ki­lo­me­ter ist die Stre­cke lang, sie kann ein-, zwei- oder vier­mal durch­lau­fen wer­den. Die Sport­lich­sten un­ter den Teil­neh­mern ha­ben am En­de al­so ei­nen ver­ita­blen Halb­ma­rat­hon in den Kno­chen ste­cken. „Der Spaß und der Ge­dan­ke, et­was Gu­tes zu tun, ste­hen bei die­sem Volks­lauf im Vor­der­grund“, be­tont Kun­ze. Die Lauf­zei­ten wer­den zwar pro­fes­sio­nell ge­mes­sen, flie­ßen aber nicht in die Wer­tung des Deut­schen Leicht­ath­le­tik-Ver­ban­des ein. Für den Fun-Fak­tor soll auch das mu­si­ka­li­sche Rah­men­pro­gramm sor­gen. Als Hö­he­punkt tritt die Niers­tei­ner Band „Tschau John­ny!“ auf, die mitt­ler­wei­le schon ei­nen ge­wis­sen Kults­ta­tus in der Re­gi­on er­langt hat.

Kun­ze & Co. ha­ben da­bei im­mer im Au­ge, für wen sie das al­les tun: für schwer­kran­ke Kin­der und de­ren Fa­mi­li­en. Ein Mit­glied des FSV Op­pen­heim, de­ren Toch­ter vor ei­ni­gen Jah­ren an Krebs ver­stor­ben war, hat­te sie auf die Idee ge­bracht, den Ge­winn dem För­der­ver­ein in Mainz zu stif­ten. Als man die Spen­de an den För­der­ver­ein über­ge­ben ha­be, er­zählt Kun­ze, konn­te das Or­ga-Te­am das Haus be­su­chen, in dem die El­tern der schwer­kran­ken Kin­der be­treut wer­den. „Das war sehr in­te­res­sant und vor al­lem sehr be­we­gend.“

Der Ge­winn – das wa­ren zu­nächst 11 111 Eu­ro, die die UPS-Foun­da­ti­on auf sa­gen­haf­te 55 000 Eu­ro auf­stock­te. Das ent­spricht dem Ge­gen­wert von rund 4000 eh­ren­amt­li­chen Ar­beits­stun­den oder drei Voll­zeit­kräf­ten. „Für mich war das die Be­ne­fiz­ak­ti­on des Jah­res“, war nicht nur Kul­tur­staats­se­kre­tär Sal­va­to­re Bar­ba­ro voll des Lo­bes.

Et­li­che Spon­so­ren er­neut mit im Boot

Gern darf 2018 er­neut so viel Geld zu­sam­men­kom­men. UPS ist als Spon­sor eben­so wie­der mit an Bord wie Mai­no­va, Ros­ba­cher, Re­we, Au­ro­ra Event­tech­nik und vie­le an­de­re. „Es wird fi­nanz­iell gut ge­hen“, ist Kun­ze über­zeugt. Das letz­te Mal wur­de von dem „Op­pen Run“-Er­lös ei­ne Licht­in­stal­la­ti­on ge­kauft. Nun soll das Geld in die Ein­rich­tung in Ge­mün­den im Huns­rück ge­steckt wer­den, wo sich Pa­ti­en­ten und An­ge­hö­ri­ge von den Stra­pa­zen ei­ner The­ra­pie er­ho­len. Da­für kann man am 10. Ju­ni schon mal die Lauf­schu­he schnü­ren.

AN­MEL­DUNG

An­mel­den kann man sich für den Op­pen Run ab so­fort auf der In­ter­net­sei­te www.op­pen-run.de . Dort kann man auch die Stre­cke an­schau­en und wei­te­re In­for­ma­tio­nen ab­grei­fen.

Ak­tu­el­le News gibt es auch auf dem Fa­ce­book-Pro­fil un­ter www.fa­ce­book.com/op­pen­run so­wie auf den Pro­fi­len des FSV Op­pen­heim: www.fsv-op­pen­heim.de oder www.fa­ce­book.com/FSV.Op­pen­heim .

Nä­he­res über den För­der­ver­ein Tu­mor- und Leuk­ämie­kran­ke Kin­der fin­det man un­ter www.krebs­kran­ke­kin­der-mainz.de .